Gemeinschaftspraxis für Laboratoriumsmedizin
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Unsere Abteilungen

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die einzelnen Abteilungen mit einer kurzen Beschreibung der Tätigkeitsschwerpunkte vor.





Blutgruppenlabor

Die Blutgruppenserologie umfasst neben der Bestimmung der Blutgruppen des AB0-Systems und des Kell-Faktors die Differenzierung der Rhesus-Untergruppen sowie den Nachweis und die Differenzierung von irregulären Antikörpern.
Diese Untersuchungen werden vor allem im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge durchgeführt.
Daneben werden zur Abklärung immunhämolytischer Anämien weitere Untersuchungen wie z.B. der direkte Coombs-Test mit monospezifischen Antiseren oder der Nachweis von Kälteagglutininen durchgeführt.

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Borrelien

Die Borrelien-Diagnostik ist einer der besonderen Schwerpunkte der Gemeinschaftspraxis. Hintergrund ist die Tätigkeit von Herrn Prof. Ackermann in unserem Hause, der sich seit Entdeckung der Borrelien-Infektion als Ursache vielgestaltiger Krankheitsbilder in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts schwerpunktmäßig mit der klinischen Symptomatik und der Labordiagnostik befasst.

Nach seiner Emeritierung entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit unserer Gemeinschaftspraxis. Dies umfasst die Verwendung der von Herrn Prof. Ackermann entwickelten diagnostischen Verfahren ebenso wie die individuelle Beratung von Kollegen bei Fragen zur Diagnostik und Therapie der Borrelien-Infektion.

Aufgrund der großen Zahl von Zuweisungen zur Borreliendiagnostik aus der ganzen Bundesrepublik haben wir die entsprechenden Untersuchungsverfahren in einer separaten Laborabteilung zusammengefasst. Hier erfolgt der Nachweis Borrelien-spezifischer Antikörper mittels ELISA und Westernblot, der direkte Erregernachweis mittels "PCR" und Kultur sowie der Nachweis einer autochthonen Antikörperbildung im ZNS durch die vergleichende Untersuchung eines Liquor/Serumpaares. Selbstverständlich ist es mittels PCR auch möglich, eine asservierte Zecke auf Borrelien zu untersuchen.

Erhalten wir Serum mit dem Auftrag "Borrelien-Antikörper" oder "Borrelien-Serologie", untersuchen wir zunächst mittels ELISA auf das Vorliegen spezifischer IgG- und IgM-Antikörper, sofern vom Auftraggeber nichts anderes bestimmt wurde. Im Falle eines auffälligen Befundes erfolgt dann eine weitere Abklärung mittels Westernblot.

Die PCR hat als Verfahren zum direkten Erregernachweis im Rahmen der Borrelien-Diagnostik nur eingeschränkte Bedeutung, da die Erreger auch bei lokaler Aktivität nicht permanent im Blut zirkulieren. Aus diesem Grund empfehlen wir eine PCR-Untersuchung im Serum nicht. Aussichtsreicher ist, je nach Manifestation, die Verwendung von Hautbiopsaten, Synovialflüssigkeit (besser: Synovialbiopsien) sowie Liquor. Dennoch gilt auch hier, dass der negative Befund in diesen Materialien das Vorliegen einer aktiven Infektion nicht ausschließt.


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Klinische Chemie: Aufgaben und Ziele

Das Aufgabenfeld der Abteilung Klinische Chemie in unserem Hause umfasst die Bestimmungen von Enzymen, Substraten und Proteinen ebenso wie die Analytik im Bereich Therapiekontrolle, Toxikologie und Umweltmedizin.
Die Analysen werden in unterschiedlichsten Matrices wie Blut, Urin, Liquor, Wasser, Haaren u.a. durchgeführt.
Um dieses große Analysenspektrum abzudecken, bringt ein 12-köpfiges Team aus Ingenieuren, Technikern(innen) und Technischen Assistenten(innen) modernste physikalische, chemische und immunologische Verfahren zur Anwendung.
Über besondere Erfahrung verfügt die Abteilung bei der Bestimmung von Proteinen, Vitaminen, Nierenstein-Bestandteilen, Arzneimitteln, Drogen, Schwermetallen und Umweltgiften. Hier kommen spezielle Analysentechniken wie zum Beispiel: Nephelometrie, Atom-Absorptions-Spektrometrie (AAS), Gaschromatographie/Massenspektrometrie (GC/MS), IR-Spektrometrie und Hochdruck-Flüssigkeits-Chromatographie (HPLC) zum Einsatz.
Unser Ziel ist es, angefangen von der qualitätskontrollierten, vollautomatischen Abarbeitung einiger Enzym - und Substratmessungen bis hin zu den speziellen Analysentechniken, durch geeignete instrumentelle Ausstattung, ständige Überprüfung der Qualität und der Erfahrung des Teams ein Höchstmaß an analytischer Sicherheit zu bieten.

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Hämatologie

Die Abteilung für Hämatologie umfasst neben quantitativen und morphologischen Untersuchungen des peripheren Blutbildes auch gerinnungsphysiologische Analysen und die mikroskopische Malariadiagnostik.
Das Hämatologie-System ADVIA-120 (Bayer-Diagnostik) misst vollautomatisch die Parameter des kleinen Blutbildes (Erythrozytenzahl, Hämoglobin, Leukozyten, Thrombozyten sowie Größe und Hämoglobingehalt der Erythrozyten). Auch die Bestimmung unreifer Erythrozyten (Retikulozyten) kann mit diesem System automatisiert und daher mit hoher Präzision erfolgen. Mittels Laser-Streulichtmesstechnik wird ein automatisiertes Differentialblutbild erstellt. Als Ergebnis resultiert eine eindeutige und sichere Unterscheidung zwischen pathologischen und normalen Blutbildern. Sobald sich abnormale Zellen im Blut befinden, wird dieses durch ein Warnsignal angezeigt. Die daraufhin durchgeführte mikroskopische Differenzierung der pathologischen Blutbilder stellt dann eine weitere wichtige diagnostische Stufe dar. Klinische Krankheitsbilder wie Anämien oder maligne Systemerkrankungen in Form von Leukämien und Lymphomen werden so mit hoher Sensitivität erfasst.

Innerhalb der Gerinnungsanalytik spielt die Thrombophilie-Diagnostik eine wichtige Rolle. Sie hat das Ziel, Patienten mit hohem Risiko für thromboembolische Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen. Bisher bekannte Faktoren, die zu einer erhöhten Disposition für Thromboembolien führen, sind ein angeborener oder erworbenen Mangel an Antithrombin III, Protein C oder Protein S, Resistenz gegen aktiviertes Protein C (Faktor V-Leiden-Mutation), Prothrombin-Mutation, ein Lupus-Antikoagulans, dauerhaft erhöhte Faktor VIII-Spiegel sowie erhöhte Homocysteinspiegel.


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Immunologie

Die Abteilung Immunologie beschäftigt sich im wesentlichen mit der Differenzierung menschlicher weißer Blutzellen mittels Durchflußzytometrie. Dazu werden die Blutzellen mit fluoreszenzmarkierten monoklonalen Antikörpern inkubiert und anschließend flowcytometrisch analysiert. Mit dieser Methode können lymphozytäre Subpopulationen (z.B. T-Helferzellen) quantifiziert werden, welche u. a. für die Verlaufsbeurteilung von HIV-Infektionen vor, während und nach spezifischer Therapie von großer Bedeutung sind.
Eine weitere Indikation ist die Immunphänotypisierung weißer Blutzellen, bei der sich maligne Zellklone, wie sie für die verschiedenen Leukämieformen typisch sind, abtrennen und charakterisieren lassen.
Auch für die HLA-Typisierung von Lymphozyten wird diese Methode eingesetzt.
Neben der quantitativen Beurteilung leukozytärer Subpopulationen spielt die funktionelle Testung weißer Blutzellen eine wichtige Rolle. Als Beispiel hierfür sei der NK-Zellen-Funktionstest genannt, der unter Einsatz kultivierter menschlicher Tumorzellen der Linie K 562 erfolgt. Messgröße ist hier 51 Cr, das aus den durch NK-Zellen lysierten Tumorzellen freigesetzt wird.
Die Zellkulturtechnik spielt ebenfalls bei den in der Abteilung durchgeführten Lymphozytentransformationstesten (LTT) zur Beurteilung einer evtl. vorliegenden Allergie vom Spättyp (Typ IV) eine wesentliche Rolle. Über den LTT werden verschiedenste Allergen-Profile, wie Grundnahrungsmittel, Obst, Gemüse, Fische, Metalle und Umweltgifte hinsichtlich ihres allergenen Potentials für im Dichtegradienten isolierte menschliche Lymphozyten untersucht.
Auch für die Quantifizierung menschlicher Antikörper, die gegen Poliomyelitis-Viren gerichtet sind (Poliomyelitis-Neutralisationstest), ist die Zellkulturtechnik die entscheidende methodische Grundlage. Hier wird das Vorhandensein spezifischer Antikörper durch den Schutz der kultivierten Affen-Nieren-Zellen vor einer Poliovirus–Infektion nachgewiesen und quantifiziert.
In den letzten Monaten wurde das Untersuchungsspektrum um die Analytik der oxidativen Belastung (oxidativer Stress) und der antioxidativen Kapazität im menschlichen Blut erweitert. (s.a. Laborinformationen)

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Mikrobiologie

Für die Erkennung vieler Infektionskrankheiten ist die Anzucht der Erreger die wichtigste diagnostische Maßnahme. Voraussetzung ist die Möglichkeit, die Mikroorganismen überhaupt außerhalb des Körpers mit akzeptablem Aufwand zu vermehren und die Gewinnung von Probenmaterial, in dem die Erreger enthalten sind. Diese Materialien werden in unserer Abteilung Mikrobiologie verarbeitet.
Der erste Schritt ist die mikroskopische Untersuchung. Je nach Fragestellung und erwartetem Erregerspektrum werden verschiedene Nährmedien beimpft und die darauf gewachsenen Bakterien oder Pilze differenziert. Die Mikroorganismen, denen eine krankmachende Bedeutung zugemessen wird, werden anschließend hinsichtlich ihrer Empfindlichkeit gegenüber den in Frage kommenden Antibiotika getestet.

Da besonders empfindliche oder langsamwachsende Mikroorganismen nur durch Spezialverfahren nachgewiesen werden können, sind der Abteilung spezielle Labore wie das Tuberkuloselabor und das Pilzlabor zugeordnet, in denen diese Verfahren angewandt werden.
Auf die hygienisch-mikrobiologischen Untersuchungen in Rahmen der Krankenhaushygiene haben sich zwei Mitarbeiterinnen mit großer Erfahrung spezialisiert, die in speziellen Fällen auch eine Probennahme vor Ort durchführen.

In der Diagnostik der Durchfallerreger und darmpathogenen Parasiten spielt die mikroskopische Untersuchung eine besonders wichtige Rolle, denn die im Stuhl ausgeschiedenen Wurmeier und einige Parasiten werden ausschließlich auf diesem Wege diagnostiziert. Für die viralen Durchfallerreger und wichtige Parasiten wie Amöben und Lamblien bzw. bestimmte bakterielle Toxinbildner ist der Nachweis von spezifischen Antigenen im Stuhl ein Schlüssel zur Diagnose. Diese Verfahren werden ebenfalls in der Mikrobiologie durchgeführt, die aus insgesamt 16 qualifizierten Mitarbeiterinnen (MTA/BTA) unter der Leitung einer erfahrenen MTA besteht. Natürlich haben sich bei dieser Methodenvielfalt einzelne Mitarbeiter auf bestimmte Schwerpunkte spezialisiert und erweitern ihr Wissen fortlaufend durch Kurse und Fortbildungen.
Wegen der Dringlichkeit der Diagnostik und der in den meisten Fällen erforderlichen Bebrütungsdauer von 12-18 Stunden zwischen den einzelnen Schritten, sind die Mitarbeiterinnen auch an den Wochenenden und Feiertagen für unsere Einsender im Einsatz.

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Nuklearmedizin: RIA-Labor

Der Radio-Immuno-Assay, abgekürzt RIA, hielt zwischen 1955 und 1960 Einzug in das medizinische Labor.
Beim RIA werden Reagenzien eingesetzt, die mit radioaktiven Isotopen, meist Jod-125, schwach markiert sind. Mit deren Hilfe können Hormone, Tumormarker, verschiedene Antikörper und andere Substanzen in Körperflüssigkeiten nachgewiesen werden.
Diese Bestimmungen werden manuell durchgeführt, da eine Automatisierung aufgrund unterschiedlichster Reaktionszeiten und Arbeitsschritten je Paramete kaum möglich ist.
Der Umgang mit radioaktiven Stoffen erfordert besondere Schutzmaßnahmen, um Personal und Umgebung vor radioaktiver Strahlung zu schützen. Diesem Zweck dienen besondere bauliche Maßnahmen (separate Schleuse, spezielle Arbeitstische, Abklingraum), betriebsärztliche Überwachung und regelmäßige Schulungen der Mitarbeiterinnen. Trotz des hohen Aufwandes beim Einsatz dieser Analysentechnik ist die RIA-Methode wegen ihrer hohen Sensitivität bei einigen Untersuchungen bis heute nicht durch andere Techniken zu ersetzen.

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PCR-Labor

Seit 1993 verfügt unser Institut über ein nach neuesten Erkenntnissen eingerichtetes Speziallabor für sogenannte PCR-Untersuchungen (Polymerase-Kettenreaktion, Polymerase Chain Reaction.) Dabei handelt es sich um den Nachweis von Krankheitserregern in direkter Form über Ihr Erbmaterial (DNA bzw. RNA).
Bei der PCR wird über eine komplizierte Enzymreaktion die gesuchte DNA millionenfach vermehrt, so daß sie schließlich mit bekannten Laborverfahren nachweisbar wird. Es handelt sich um den bislang empfindlichsten Direktnachweis von Krankheitserregern.

In der extrem hohen Sensitivität liegt auch die größte Gefahr der Methode: kleinste Verunreinigungen können zu falsch positiven Ergebnissen führen, wenn nicht besondere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden.
Bei uns wird die PCR in einer abgeschirmten Spezialabteilung durchgeführt, die getrennte Räume für jeden Teilschritt des Arbeitsablaufes vorweist.
Aufwendige Kontrollverfahren zur Überprüfung jedes einzelnen Befundes sind genau so selbstverständlich wie besondere physikalische und chemische Reinigungsprozeduren für Labor und Geräte.
Ständige Aktualisiung der Techniken mit eigener Methodenentwicklung betrachten wir als willkommene Herausforderung.

Neben dem Nachweis von Viren und Bakterien gehört die Untersuchung von Genmutationen zu den Schwerpunkten der PCR-Diagnostik. Damit lassen sich genetisch bedingte Prädispositionen für bestimmte Erkrankungen ("Risikofaktoren") aufdecken, so daß durch veränderte Lebensweise bzw. Medikation
ein Krankheitsausbruch ganz vermieden oder wenigstens die Folgen gemildert werden können.
Neben den rein qualitativen Nachweisen von Krankheitserregern führen wir auch quantitative Messungen durch um die Viruslast vor und während einer Therapie zu ermitteln. Damit wird der Erfolg einer Behandlung unmittelbar dokumentiert und in Kombination mit einer Virustypisierung eine für den Patienten individuelle Therapie-Anpassung ermöglicht.


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Serologie

Die Serologie beschreibt die immunologischen Eigenschaften der Blutflüssigkeit, des Serums. Je nach Fragestellung werden Nachweise von Antikörpern gegen Viren, Bakterien oder Parasiten oder (seltener) auch die Detektion spezifischer Strukturen der Erreger (Antigene) durchgeführt. Das Prinzip dieser Nachweise beruht auf der Darstellung von Antigen-Antikörper-Komplexen mit verschieden Methoden. Die gebräuchlichsten sind die ELISA Technik (Enzyme Linked Immuno Assay ), die Immunfluoreszenztechnik, der Hämagglutinationshemmtest (HAH) sowie die Komplement-Bindungs-Reaktion (KBR).
Die Infektionsserologie zielt entweder auf den Nachweis einer akuten Infektion oder auf eine bestehende Immunität nach Impfung oder durchgemachter Infektion ab wie z.B bei der Bestimmung der Röteln-Antikörper. Wenn die Methode es erlaubt, werden Antikörper verschiedener Klassen bestimmt.
Der Nachweis von IgM-Antikörpern spricht für eine akute oder erst kürzlich zurückliegende Infektion, IgA-Antikörper werden vor allem bei akuten Infektionen, die die Schleimhäute betreffen, gebildet, z.B. bei Atemwegs-infektionen oder gastrointestinalen Infektionen. IgG-Antikörper werden erst etwas später gebildet, bleiben aber manchmal lebenslang erhalten. Die Autoimmundiagnostik dient im Gegensatz dazu dem Nachweis von Antikörpern gegen körpereigene Strukturen z.B. von Antinukleären Faktoren (ANA bzw. ANF).
Zum Nachweis einer monoklonalen Antikörperbildung (Paraproteinämie) im Rahmen einer hämatologischen Systemerkrankung wird die Immunfixations-elektrophorese eingesetzt.


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Liquorlabor

Die Liquordiagnostik lehnt sich im Wesentlichen an die seit den 70er Jahren an der Neurologischen Klinik der Universität Göttingen entwickelten Methoden an. Während die Cytologie in der Einsendepraxis wegen der bekannten Probeninstabilität eine eher marginale Rolle spielt, beruht unser Schwerpunkt auf proteinchemischen und serologischen Methoden sowie dem Erreger-Direktnachweis.
Ziel der Analysen soll eine Hilfe bei der Aufklärung akuter, chronisch-entzündlicher und anderer systemischer Erkrankungen des ZNS und des peripheren Nervensystems sein. Grundlage der Liquordiagnostik ist die gleichzeitige Analyse von Liquor und Serum, da nur der dadurch dargestellte Konzentrationsgradient zwischen beiden Körperflüssigkeiten aufgrund des physiologischen Analyten-Transfers diagnostisch relevant ist.
Die proteinchemischen Methoden erlauben eine Beurteilung des Liquorflusses (sog. Blut-Liquor-Schrankenfunktion) und der intrathekalen Immunglobulin-Synthese (IgG, IgA, IgM, oligoclonale IgG-Fraktionen); Methoden der Infektionsserologie dienen dem Nachweis einer autochthonen Antikörpersynthese (Antikörperindex). Weitere Prozessmarker (s. Untersuchungsliste) erlauben Erkenntnisse auf dem Gebiet der Autoimmunologie, Stoffwechseldiagnostik, Tumorserologie, Toxikologie und Pharmakologie.
Durch Bestimmung hirnspezifischer Proteine (z.B. Tau-Protein, Beta-Amyloid) wird die Diagnostik von Demenzsyndromen möglich.
Für den direkten Erregernachweis wird die bakteriologische Anzüchtung und Differenzierung oder die gentechnische Analyse mittels PCR empfohlen; letztere Methode besonders bei Viren oder schwierig nachweisbaren Bakterien (TBC, Listeriose, Borreliose, Pilze). Ein besonders schneller Herpes simplex-Nachweis ist möglich (Anruf erbeten).


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Krankenhaushygiene

In der Krankenhaushygiene-Verordnung (1989) des Landes Nordrhein-Westfalen sowie in der im Jahre 1976 erstmals erschienenen und 1993 in "Richtlinie für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention" umbenannten Richtlinie des Robert-Koch Instituts (RKI) wird für jedes Krankenhaus- je nach Bettenzahl - eine Betreuung durch einen hauptamtlichen oder beratenden Krankenhaushygieniker gefordert.
Er berät bei Maßnahmen zur Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankenhausinfektionen und beim Auftreten von multiresistenten Erregern wie MRSA und VRE.
Er nimmt z.B. regelmäßig an den Hygienekommissionssitzungen teil, führt Begehungen durch, berät bei speziellen Fragestellungen, in Ausbruchssituationen sowie bei der Planung und Durchführung von Baumaßnahmen.

Die dafür notwendige Qualifikation erfüllt entweder ein Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin oder ein FA für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie mit entsprechender Zusatzausbildung und Erfahrung auf dem Gebiet der Krankenhaushygiene.
Diese Aufgabe wird in unserem Labor für die Krankenhäuser, mit denen entsprechende Vereinbahrungen bestehen, durch Frau Dr. Britt Hornei wahrgenommen, die über beide Qualifikationen verfügt.
Zusätzlich besteht eine enge Kooperation mit Prof. Dr. M. Exner , Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn, an dem Frau Dr. Hornei zusätzlich als freie Mitarbeiterin tätig ist.

Für die Krankenhäuser wird jährlich eine Erreger-Resistenz-Statistik erstellt und bewertet. Die nach §23 des Infektionsschutzgesetztes von den Krankenhäusern geforderte Erfassung der Erreger mit speziellen Resistenzen und Multiresistenzen unterstützen wir durch quartalsweise erstellte Statistiken.

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Die Rechnungsabteilung

Hier werden alle Untersuchungsauftäge ihrer speziellen Abrechnung zugeführt: Kassenabrechnung, Sammelabrechnung (z. B. für Krankenhäuser) oder die Einzelrechnung für Privatpatienten. Gerne stehen die Mitarbeiterinnen für Fragen zu Analysepreisen oder einer erhaltenen Rechnung zur Verfügung.

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Versand

Qualität in der Laboratoriumsmedizin und Mikrobiologie beginnt mit Auswahl des richtiges Materials und der Einhaltung der Transportbedingungen. Dafür stellen wir unseren Einsendern gern Entnahmebestecke und Transportmedien zur Verfügung. Die Abteilung Versand koordiniert dabei die Versorgung der Praxen und Kliniken mit den benötigten Versandmaterialien. Viele Einsender werden durch Botendienste angefahren, die die Proben abholen und die bestellten Versandmaterialien und Befunde ausliefern. Selbstverständlich sind die Fahrer in Bezug auf den Umgang mit diagnostischen Proben geschult und stellen die Einhaltung der adäquaten Transportbedingungen und gesetzlichen Verpflichtungen sicher.

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Verwaltung

Die Verwaltung umfasst die Bereiche Auftragserfassung, Befunddruck und Befundversand. Telefonische Nachforderungen sowie Wünsche nach Faxdurchgabe von Teilbefunden werden hier ebenfalls entgegengenommen und bearbeitet.

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Praxisbetreuung

Unser Team „Praxisbetreuung“ stellt das Bindeglied zwischen Ihnen und unserem Labor dar.
Durch den Kontakt zu Ihrer persönlichen Praxisbetreuerin erfahren Sie regelmäßig Neuigkeiten auf dem Gebiet der Laboratoriumsmedizin.
Die kompetente Beratung erstreckt sich über die Themen Abrechnung, Abnahmesysteme, Präanalytik, Laborparameter bis hin Transportfragen und Versandmaterialien.
Dabei steht die individuelle Betreuung unserer Einsender im Vordergrund.
Unter
Kontakt erfahren Sie, welche Mitarbeiterin für Ihre Region Ansprechpartnerin ist und wie Sie sie erreichen können.

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Abteilungen

Ambulanz

Ansprechpartner

Qualitätsmanagement/ Akkreditierungen


Fachärzte
Dr. Jürgen Laser
Dr. Britt Hornei
Dr. Sigrid Gerards
Dr. Klaus Eickhoff
Dr. Gerlinde Jahns-Streubel
Dr. Dirk Schmidt
Dr. Anke Helmers-Schmelter
Dr. Matthias Scholz